Augmented Reality in der Chirurgischen Klinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin

Unter dem Begriff Augmented oder Mixed Reality versteht man im Gegensatz zur Virtual Reality Sys­teme, die die echte Welt mit der digitalen Welt mischen.

In der Medizin gibt es aktuell verschiedene Anwendungsexperimente der Augmented Reality. Ein Bei­spiel ist die Lehre. Lehrender und Studierende könnten beispielsweise gemeinsam dreidimensionale Modelle von Knochen betrachten. Diese schweben frei im Raum und können von allen Seiten be­trachtet werden. Der Lehrende kann dann Manipulationen wie Frakturen vornehmen, wobei auch die Modelle der Frakturen natürlich dreidimensional zu betrachten sind. Dann kann die operative Versorgung virtuell vorgenommen werden und gleichzeitig kann über die Operation gesprochen wer­den.

Ein weiterer Anwendungsfall ist die Telemedizin. Bei komplexen Operationen kann ein erfah­re­ner Operateur räumlich getrennt bei der Operation unterstützen und ist praktisch dreidimensional zugeschaltet. Ein Fernziel ist die Mixed Reality Assisted Surgery. Dabei kann z.B. bei einer laparosko­pischen Operation die Bauchdecke weggerechnet werden, so dass der Operateur den freien Blick auf das OP-Feld mit den laparoskopischen Instrumenten bekommt. Bei einer Leberresektion ist oftmals der Wunsch vorhanden, das Gefäßsystem und einen möglichen Tumor dreidimensional in Echtzeit in die Leber einzuspielen, so dass beim Operieren die Schnittführungen möglichst gewebeschonend und sicher im Gesunden erfolgen können.

All diese Anwendungsfälle werden aktuell in der Chirurgischen Klinik der Charité – Universitätsmedizin Berlin getestet mit dem Ziel zukünftig Prozesse durch die Verwendung von Augmented Reality zu optimieren. Auch Lohmann & Birkner hat großes Interesse daran, das Gesundheitswesen mit solchen Innovationen voranzubringen und unterstützt tatkräftig bei diesem Vorhaben.

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